Die BTS muss endlich umgesetzt werden

30. Januar 2026

Die FDP Thurgau sieht, dass ihre umfangreichen Bemühungen Früchte getragen haben. Die N23 Umfahrung Amriswil Nord und der Anschluss Romanshorn sind mit Horizont 2045 zur Umsetzung vorgesehen, die Umfahrung Weinfelden 2055. Dass der Bundesrat die Notwendigkeit dieser wichtigen Projekte erkennt, hängt unter anderem mit der 2022 lancierten Petition der FDP Thurgau zusammen. Leider ist der Zeithorizont für die Umsetzung deutlich zu lange. Die Probleme müssen heute gelöst werden. Die Thurgauer Stimmbevölkerung hat der BTS bereits 2012 zugestimmt. Für eine raschere Umsetzung und schliesslich für einen Vollausbau zur Bodensee-Thurtal-Strasse (BTS) werden wir weiter kämpfen. Die FDP Thurgau anerkennt, dass auch die Ostschweizer Projekte 3. Röhre Rosenberg und der Fäsenstaubtunnel mit Horizont 2045 und der Zubringer Appenzellerland mit Horizont 2055 umgesetzt werden sollen. Dafür haben wir uns mit einer gemeinsamen Standesinitiative in den Ostschweizer Kantonen eingesetzt.

 

7. Juli 2025

Volkswillen umsetzen

Der Kanton Thurgau reicht ein Standesbegehren zu den vier Ostschweizer Schlüsselprojekten für den Ausbau der Strasseninfrastruktur ein. Die FDP Thurgau ruft mit diesem Vorstoss zu einem deutlichen Signal an den Bund auf: Die Bodensee-Thurtalstrasse (BTS) muss endlich realisiert werden – nicht irgendwann, sondern jetzt.

Seit über 60 Jahren wird im Kanton Thurgau über eine bessere Erschliessung des Oberthurgaus diskutiert. Doch passiert ist bis heute nichts. Die Gemeinden haben die BTS in ihre Planungen aufgenommen, der Kanton hat sie in den Richtplan integriert, und die Bevölkerung hat 2012 in einer Volksabstimmung die Bodensee-Thurtal-Strasse mit deutlicher Mehrheit angenommen. Für die FDP Thurgau ist deshalb klar: Es gibt keinen sachlichen Grund, das Projekt weiter hinauszuschieben.

«Die Gemeinden sind bereit, die Planung steht, und das Volk hat gesprochen. Wenn das alles nichts zählt, was denn dann?», fragt FDP-Parteipräsident Gabriel Macedo, Erstunterzeichner der Motion, rhetorisch.

Die BTS ist nicht nur zur Entlastung der angespannten Verkehrssituation notwendig, sondern auch von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung des Thurgaus. Die Region zwischen Arbon und der A7 wächst stark, die Unternehmen sind auf eine zuverlässige Verkehrsverbindung angewiesen. Heute stauen sich Pendler und Güterverkehr täglich durch Ortszentren, was zu Lärm, Abgasen und gefährlichen Verkehrssituationen führt.

«Ohne leistungsfähige Infrastruktur verlieren wir Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze und Lebensqualität. Die BTS ist eine Investition in die Zukunft des Thurgaus», betont Macedo.

Mit der vom Grossen Rat überwiesenen Motion soll der Regierungsrat beim Bund eine Standesinitiative einreichen. Gleiches wird auch in den Kantonsparlamenten von St.Gallen, Schaffhausen und beiden Appenzell gefordert. Damit sollen die vier Ostschweizer Schlüsselprojekte BTS, Rosenberg, Fäsenstaubtunnel und Zubringer Appenzellerland für den Ausbau der Strasseninfrastruktur in den nächsten Ausbauschritt für die Nationalstrassen aufgenommen werden. Die Weichen dazu werden in den nächsten Monaten in Bern gestellt.

«Wir wollen keine weiteren Studien und keine halben Lösungen. Der Kanton Thurgau darf nicht länger auf der Warteliste bleiben. Jetzt ist der Moment zu handeln», so Macedo abschliessend.