Weniger Bürokratie

Eine langjährige Forderung aus der Praxis wird umgesetzt: Seit dem 1. November 2026 können Wärmepumpen im Kanton Thurgau unter bestimmten Voraussetzungen im vereinfachten Meldeverfahren installiert werden. Bereits 2022 hatte FDP-Kantonsrat und Haustechnikunternehmer Daniel Eugster mit einem parlamentarischen Vorstoss auf die unnötigen bürokratischen Hürden aufmerksam gemacht.

Wer im Thurgau eine Wärmepumpe installieren wollte, musste bisher oft ein ordentliches Baubewilligungsverfahren durchlaufen. Dies führte zu zusätzlichem administrativem Aufwand, höheren Kosten und Verzögerungen selbst beim Ersatz bestehender Heizungen. Mit der Einführung des neuen Meldeverfahrens wird dieser Prozess nun deutlich vereinfacht. Sind die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, genügt künftig eine Meldung an die Gemeinde. Die Anforderungen an Lärmschutz, Grenzabstände und weitere Schutzbestimmungen bleiben unverändert bestehen.

Politischer Anstoss aus der Praxis

Am 7. Dezember 2022 reichte Daniel Eugster die Einfache Anfrage «Abbau von bürokratischen Hürden am Beispiel Wärmepumpe» ein. Darin stellte er die Verhältnismässigkeit der bestehenden Bewilligungsverfahren in Frage und forderte einfachere und schnellere Abläufe. «Wer eine alte Öl- oder Gasheizung durch eine moderne Wärmepumpe ersetzt, soll nicht durch unnötige Bürokratie ausgebremst werden. Wir brauchen pragmatische Lösungen, die in der Praxis funktionieren», sagt Eugster. Die nun umgesetzte Vereinfachung entspricht einem zentralen Anliegen seines damaligen Vorstosses und zeigt auf, wie politische Anliegen aus dem Gewerbe konkrete Verbesserungen bewirken können.

Gewinn für Eigentümer, Gewerbe und Umwelt

Das neue Verfahren reduziert den administrativen Aufwand für Hauseigentümer, Gemeinden und Installationsbetriebe. Gleichzeitig wird der Ersatz fossiler Heizsysteme erleichtert und damit ein Beitrag zu den energiepolitischen Zielen des Kantons geleistet. Für Daniel Eugster ist die Neuerung ein Beispiel für praxisnahe Politik: «Gesetze und Verfahren müssen sich an der Realität orientieren. Weniger Bürokratie bedeutet nicht weniger Qualität oder Sicherheit. Es bedeutet, dass wir mit gesundem Menschenverstand schneller und effizienter ans Ziel kommen.» Die FDP Thurgau begrüsst diesen Schritt ausdrücklich. Er steht für schlanke Prozesse, mehr Eigenverantwortung und bessere Rahmenbedingungen für Hauseigentümer und das lokale Gewerbe.